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Unsere Lebensmittel sind sicher: Der Beitrag der Industrie und die Rolle von FoodDrinkEurope

20 Dezember 2017

Von Eoin Keane, Manager Ernährungspolitik, Wissenschaft, Forschung und Entwicklung, und Beate Kettlitz, Direktorin Ernährungspolitik, Wissenschaft, Forschung und Entwicklung, bei FoodDrinkEurope

Europa hat die sichersten Lebensmittel der Welt. Das ist das Ergebnis umfassender Verfahren, die sicherstellen, dass alle Produkte auf dem Markt den höchsten Standards, den jüngsten Zertifizierungssystemen und vor allen Dingen: den neuesten gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Als Vorsitzende des Ausschusses für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit des Europäischen Parlaments (ENVI) erklärte Adina Vălean in ihrem kürzlich erschienenen Artikel zur Lebensmittelsicherheit: „Die Europäische Ernährungspolitik gründet sich auf der Förderung hoher Standards in der Lebensmittelsicherheit, die die Gesundheit der Verbraucher schützen und fördern.“

Darüber hinaus gilt es anzuerkennen, dass die Europäische Union über eine weitreichende Gesetzgebung verfügt, die darauf zielt, die Gesundheit des Verbrauchers zu schützen und die Sicherheit unserer Lebensmittel zu überprüfen. Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie in Europa ist dieser Gesetzgebung verpflichtet. Für FoodDrinkEurope und seine Mitglieder ist es von höchster Priorität, dass Lebensmittel und Getränke den Standards der Lebensmittelsicherheit entsprechen - auf Basis fundierter Wissenschaft und entlang der gesamten Versorgungskette. Im Kern geht es dabei um die Nachverfolgbarkeit, die bereits seit langem gängige Praxis und inzwischen in das Allgemeine Lebensmittelrecht eingegangen ist. Sie erlaubt es uns, volles Vertrauen in unsere Lebensmittel vom Feld bis zur Gabel zu haben.

Das HAACP1-System, ein Set von Verfahren zur Kontrolle biologischer, chemischer und physischer Risiken zur Gewährleistung der Sicherheit des Endprodukts, ist für jeden Lebensmittelunternehmer – vom etablierten multinationalen Konzern bis zu kleinen und mittleren Unternehmen – die Grundlage für die gute Hygiene-Praxis in der Produktion und von zentraler Bedeutung. Die Mitglieder von FoodDrinkEurope entwickeln ihre HAACP-Systeme fortwährend weiter, um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse einfließen zu lassen.

Außerdem beteiligt sich FoodDrinkEurope aktiv am Codex Alimentarius2, der auf globaler Ebene Standards setzt, und dafür sorgt, dass wir den Importen aus Drittländern in vergleichbarer Weise vertrauen können.

In Europa beteiligt sich FoodDrinkEurope gegenwärtig auch an REFIT3, um das Allgemeine Lebensmittelrecht, das in diesem Jahr seinen fünfzehnten Geburtstag feiert, fachgerecht zu novellieren.

Die europäischen Lebensmittel- und Getränkeproduzenten werden sich weiterhin im Dialog mit allen Akteuren für die Einhaltung der Lebensmittelsicherheitsstandards einsetzen  und, wo immer möglich, zu verbessern, und alle anderen ermutigen, dasselbe zu tun.

Sicherheit ist die Voraussetzung dafür, Lebensmittel auf den Markt zu bringen, und von höchster Bedeutung für die Industrie. Die Produktion, Vermarktung und der Konsum von sicheren Lebensmitteln, sind eine unverhandelbare Voraussetzung, die für alle Partner entlang der Wertschöpfungskette gelten muss - unabhängig davon, an welcher Stelle sie stehen – im Interesse der Industrie wie der Verbraucher.
 

Über FoodDrinkEurope
FoodDrinkEurope ist die Organisation der europäischen Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Sie vertritt damit die größte verarbeitende Industrie und einen der führenden Arbeitgeber in der EU. Mit 289.000 Unternehmen, davon 99% kleine und mittlere Unternehmen und 4,2 Millionen Arbeitnehmern ist die Branche ein zentraler Wirtschaftsfaktor in der Europäischen Union.
 

[1] HAACP: Hazard analysis and critical control points – auf Deutsch: Risikoanalyse und kritische Messstellen – ist ein systematischer, preventiver Lösungsansatz für Lebensmittelsicherheit in Bezug auf biologische, chemische und physische Risiken in Produktionsprozessen, die eine mangelnde Sicherheit des Endprodukts verursachen können. Es sieht Maßnahmen vor, diese Risiken auf ein sicheres Niveau zu senken.

2 Codex Alimentarius: Der Codex Alimentarius ist eine Sammlung international anerkannter Standards, Regeln der Technik, Richtlinien und anderer Empfehlungen zu Lebensmitteln, Lebensmittelproduktion und Lebensmittelsicherheit.

3 REFIT: Das “Regulatory Fitness and Performance” (REFIT) - deutsch: Programm für die Eignung und Leistungsfähigkeit der Rechtssetzung - der Europäischen Kommission stellt sicher, dass die EU-Gesetzgebung effektiv, effizient und mit minimalen Kosten zu Ergebnissen für Bürger und Unternehmen führt. REFIT soll EU-Gesetze einfach halten, unnötige Lasten beseitigen und bestehendes Recht anpassen, ohne die politischen Ziele zu beeinträchtigen.